Brothers In Malt / Taraansay / 12yo / 54,8% Vol.

Die Tage werden länger und die Sonne zieht die Menschen auf die Balkone,Terrassen und in die Gärten. Was anderes ist ja aktuell nicht erwünscht und wenig Sinnvoll. Da ist es doch passend, sich mit dem ein oder anderen “Sommer” Whisky zu beschäftigen.

Einer dieser Kandidaten ist der Taraansay aus der Klingenstadt Solingen. Schauen wir uns doch einmal die Rahmendaten an:

12 Jahre
54,8% Vol.
Bourbon(?) Barrel

Klingt nach einer fruchtigen Angelegenheit. Die Farbe mutet schon sommerlich an: helles Gold erstrahlt im Glas und zaubert tolle Lichtreflexe auf den Tisch. Der Dram kommt recht flüssig daher und bildet schnelle Schlieren die gen Boden laufen.

Malzig fruchtig sind die ersten Aromen die ich wahrnehmen kann. Diese wabern in großen Wogen aus dem Glencairn und verbreiten etwas heimeliges, gemütliches in mir. Nach dem die letzen malzigen Wogen angeklungen sind, beherrscht eine Honigsüße die Nase. Hinzu gesellt sich nun frisch angerührter Waffelteig verfeinert mit einem spritzer Zitrone. Florale Akzente schließen sich an und ich nehme einen ersten Schluck.

Der Geschmack ist zunächst recht kräftig. Dies ist jedoch dem geschuldet, dass es der erste Dram seit Sonntag nachmittag ist, und die Rezeptoren noch nicht auf Betriebstemperatur waren. Also lasse ich den Dram noch ein wenig sein Farbenspiel auf den Tisch zaubern. Knappe 5 Minuten später der zweite Schluck, nun gibt sich der Taraansay cremig und ausgewogen. Ich muss an ein Shortbread mit Mandelmus bestrichen denken. Helle Früchte in Form von Äpfeln und Birnen geben sich mit schönen reifen Zitronen die Ehre. Das Mundgefühl wird zunehment süßer wirkt aber dennoch erfrischend, sofern man dies bei einem Whisky sagen darf.

Der Abgang ist recht lang und wärmend. Die Süße hält sich auch hier im Vordergrund. Kurz bevor der Dram gänzlich weg ist, zieht es den Mundraum nochmal zusammen und es wird trocken.

Da haben die Jungs um Christan Vohl erneut ein tolles Händchen bewiesen, und einen tollen Blended Scotch Whisky auf den Markt gebracht welcher sich auch durchaus nach dem Sommer in so manch Gläsern wiederfinden wird.

Slainté

euer André

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